Knapp über den Wellen fliegen und das vorgegebene Schiff selbst erkennen: Moderne Anti-Schiffs-Raketen haben eine Menge Technik an Bord. Die Niederlande wollen solche Waffen beschaffen, um die karibischen Teile des Königreichs besser zu verteidigen.
Die Beschaffung wird in Antworten auf Parlamentsfragen zur Defensienota 2026 genannt, berichtet das Antilliaans Dagblad. Ein Beispiel für diese Waffen ist die norwegische Naval Strike Missile, kurz NSM. Laut Hersteller Kongsberg kann sie ein Schiff in mehr als 300 Kilometern Entfernung angreifen.
Ein Suchkopf in der Nase
Ein interessantes Detail der NSM steckt in ihrer Nase. Dort beobachtet ein Infrarotsuchkopf das Ziel. Mit automatischer Bilderkennung sucht die Rakete nach dem vorgegebenen Schiff. Dabei kann sie dicht über dem Meer fliegen. Navigieren, Beobachten und Erkennen laufen also an Bord der Rakete ab.
Auch muss das Startgerät nicht auf einem Kriegsschiff stehen. Kongsberg liefert eine fahrzeugmontierte Ausführung, mit der die Raketen von der Küste aus starten. Ein Gefechtsstand und Informationen von Sensoren helfen dabei, das Ziel zu finden.
Die Niederlande haben die NSM bereits für ihre Fregatten ausgewählt. Für die Beschaffung in der Karibik sind Typ, Stückzahlen und Standorte noch nicht bekannt gegeben worden. Auch steht nicht fest, ob die Raketen von Land oder von Schiffen aus eingesetzt werden.
Neben den Raketen will das Verteidigungsministerium in eine dauerhaft stationierte Marineinfanterieeinheit, ein Luftraumüberwachungsradar und Mittel zur Drohnenabwehr in der Region investieren. Das Aufklärungsflugzeug der Küstenwache erhält zudem zusätzliche Flugstunden.






















