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Verteidigung

Iran startet Raketen aus getarnten Lkw, um die Aufspürung zu erschweren (Videos)

Militaire vrachtwagen met verticaal lanceersysteem in de nacht

Iran setzt immer häufiger mobile Raketenwerfer ein, die in scheinbar gewöhnlichen Lkw versteckt sind. Bilder, die von der iranischen Nachrichtenagentur Fars verbreitet wurden, zeigen, wie eine Rakete aus einem umgebauten Lkw aufgerichtet und gestartet wird. Diese Taktik macht es für Israel und die Vereinigten Staaten erheblich schwieriger, alle Startanlagen rechtzeitig zu finden und auszuschalten.

Im Video ist zu sehen, wie ein Lkw mit geschlossenem Auflieger anhält, woraufhin sich ein Teil des Aufbaus öffnet und eine Rakete nach oben gerichtet wird. Das System ähnelt einer mobilen Startanlage, auch Transporter Erector Launcher genannt. Ein solches Fahrzeug kann eine Rakete transportieren, aufrichten und in kurzer Zeit abfeuern.

Für Iran bietet dieser Ansatz einen wichtigen militärischen Vorteil. Anders als feste Startanlagen können mobile Systeme ständig ihren Standort wechseln. Dadurch wird es für feindliche Satelliten, Drohnen und Kampfflugzeuge schwieriger, sie rechtzeitig zu entdecken.

Mobile Startsysteme als Kern der iranischen Strategie

Iran hat in den vergangenen Jahren stark in mobile Raketensysteme investiert. Das Land verfügt über ein umfangreiches Arsenal an ballistischen und taktischen Raketen, die von Fahrzeugen aus gestartet werden können. Einige dieser Systeme haben eine Reichweite von mehreren hundert Kilometern, andere können Ziele in über tausend Kilometern Entfernung treffen.

Indem Iran Raketen auf Fahrzeuge setzt, kann es sie über das ganze Land verteilen. Startanlagen können zwischen verschiedenen Verstecken wie Tunneln, Lagern oder abgelegenen Gebieten wechseln. Das macht es für Gegner viel schwieriger, das gesamte Raketennetz mit einem einzigen Angriff auszuschalten.

Die Tarnung als gewöhnlicher Lkw fügt eine zusätzliche Ebene hinzu. Aus der Luft können solche Fahrzeuge im normalen Verkehr oder in Logistiktransporten untergehen. Erst wenn ein Start vorbereitet wird, wird klar, dass es sich um ein militärisches System handelt.

Jagd auf Startfahrzeuge

Für Israel und die Vereinigten Staaten gehören gerade diese mobilen Werfer zu den wichtigsten Zielen. Moderne Kriegsführung dreht sich immer mehr um schnelle Entdeckung und Präzisionsschläge. Sobald ein Startfahrzeug entdeckt wird, kann es in kurzer Zeit von Drohnen, Kampfflugzeugen oder Langstreckenwaffen angegriffen werden.

Das führt zu einem ständigen Katz-und-Maus-Spiel. Startmannschaften versuchen, so kurz wie möglich an einem Ort zu bleiben, während Gegner mithilfe von Satelliten, Aufklärungsdrohnen und elektronischer Aufklärung ihre Position zu ermitteln versuchen.

In manchen Fällen werden Startfahrzeuge direkt nach einem Start angegriffen, weil Hitze, Rauch oder Radaraktivität ihre Position verraten. Die Besatzungen solcher Systeme gehen dadurch große Risiken ein.

Unterirdische Lagerung und schneller Einsatz

Iran kombiniert mobile Startfahrzeuge häufig mit unterirdischer Infrastruktur. Das Land hat mehrere große Tunnelkomplexe gebaut, in denen Raketen und Startfahrzeuge gelagert und vorbereitet werden können. Von diesen unterirdischen Basen aus können Fahrzeuge schnell hinausfahren, eine Rakete abfeuern und wieder verschwinden.

Diese Strategie soll sicherstellen, dass ein Teil des Raketenarsenals stets einsatzbereit bleibt, selbst wenn Militärbasen angegriffen werden. Durch Verteilung und Mobilität wird es für Gegner nahezu unmöglich, alle Startanlagen gleichzeitig auszuschalten.

Warum diese Taktik wichtig ist

Der Einsatz von Raketen aus getarnten Lkw zeigt, wie Länder ihre militärischen Systeme an moderne Überwachungsmittel wie Satelliten und Drohnen anpassen. Statt großer, fester Startanlagen setzen immer mehr Länder auf mobile, schwer erkennbare Plattformen.

Für Iran ist das entscheidend, um eine glaubwürdige Abschreckung zu erhalten. Solange ein Teil der mobilen Startfahrzeuge überlebt, kann das Land weiter Raketen abfeuern. Zugleich bedeutet es, dass Israel und die Vereinigten Staaten ihre Suche nach diesen versteckten Systemen weiter verstärken, was den Konflikt immer mehr in ein technologisches Katz-und-Maus-Spiel verwandelt.

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