Israel macht erneut einen bemerkenswerten Schritt in der Entwicklung militärischer Drohnen. Israel Aerospace Industries (IAI) arbeitet mit SIG Sauer an einem neuen Konzept, bei dem eine VTOL-Drohne mit einem leichten Maschinengewehr ausgerüstet wird. Es handelt sich um die Apus 60, eine senkrecht startende und landende Drohne, die Teil eines bewaffneten Quadrokopterkonzepts namens „Firestorm/Fire Storm 250“ wird.
Das ist kein kleines Upgrade, sondern eine klare Veränderung in der Art, wie Feuerunterstützung aus der Luft eingesetzt werden kann.
Eine Drohne, die wirklich schießen kann
Die Apus 60 wird mit dem leichten Maschinengewehr M250 ausgerüstet. Die Drohne kann also nicht nur beobachten oder kleine Sprengsätze mitführen, sondern tatsächlich gezielt schießen. Es geht um direkte Feuerunterstützung aus der Luft.
Anders als Kamikazedrohnen, die sich beim Angriff selbst zerstören, ist dieses System wiederverwendbar. Die Drohne kann schießen, zurückkehren und später erneut eingesetzt werden. Das macht sie flexibler und auf lange Sicht möglicherweise günstiger.

Warum das wichtig ist
Eine bewaffnete Drohne mit Maschinengewehr ist interessant, weil sie schnell einsetzbar ist und keine Startbahn braucht. Im Vergleich zu Kampfhubschraubern ist eine solche Drohne viel kleiner, billiger und für das Personal weniger riskant.
Auf modernen Gefechtsfeldern wie in der Ukraine spielen Drohnen eine immer größere Rolle. Was als Aufklärung aus der Luft begann, ist zur direkten Teilnahme am Gefecht geworden. Diese Entwicklung passt genau zu diesem Trend.
Von der Aufklärung zum Angriff
Viele Drohnen wurden zunächst vor allem zur Informationsgewinnung eingesetzt. Inzwischen greifen sie immer häufiger aktiv Ziele an. Ein Maschinengewehr unter einer Drohne bedeutet, dass nicht nur ein einzelner Sprengangriff erfolgt, sondern mehrere Schüsse abgegeben werden können, während die Drohne über einem Gebiet schwebt.
Das kann Infanterie unter Druck setzen, leichte Fahrzeuge beschädigen oder feindliche Stellungen stören. Im Grunde ist es eine fliegende MG-Stellung, die sich schnell verlegen lässt.
Doch es gibt auch Herausforderungen
Ein solches System klingt beeindruckend, ist technisch aber nicht einfach. Eine Drohne muss beim Schießen stabil bleiben. Der Rückstoß eines Maschinengewehrs und das Gewicht der Munition sind ernsthafte Herausforderungen.
Zudem bleibt eine Drohne anfällig für elektronische Störungen und andere Gegenmaßnahmen. Wie bei anderen Waffensystemen wird ein ständiger Wettlauf zwischen Angriff und Verteidigung entstehen.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Firestorm 250 könnte der Beginn einer neuen Generation bewaffneter Drohnen sein. Nicht nur Raketen oder Sprengstoffe, sondern auch klassische Waffen wie Maschinengewehre finden ihren Platz in der Luft.
Erweist sich das Konzept als erfolgreich, werden andere Länder wahrscheinlich schnell folgen. Eine Drohne, die selbstständig fliegen und gezielt schießen kann, verändert nämlich den Blick auf die Sicherheit auf kurze Distanz und auf das moderne Gefechtsfeld insgesamt.























