Ein verwundeter Soldat befindet sich an einer Stelle, die selbst ein unbemanntes Bodenfahrzeug nicht sicher erreicht. Ukrainische Soldaten wählen deshalb den Luftweg. Laut ArmyInform holte eine schwere Drohne von Gurzuf Defence den Mann von der Front.
Der Militärnachrichtendienst ArmyInform beschreibt die Zusammenarbeit der 92. und 30. Brigade sowie weiterer Einheiten mit dem Hersteller. Minen und russische Drohnen hätten eine Evakuierung am Boden unmöglich gemacht.
Das Fluggerät ist ein Hexacopter, also eine Drohne mit sechs Rotoren. Zusammen erzeugen sie Auftrieb. Durch veränderte Drehzahlen kann die Steuerung das Gerät neigen, bewegen und auch mit angehängter Last ausbalancieren.
Für einen Menschen reicht reine Hubkraft nicht aus. Eine bewegliche Last kann schwingen und das Gleichgewicht stören. Hersteller und Soldaten passten die Drohne daher für einen stabilen Transport an und erprobten sie vorher auf dem Gelände von Gurzuf Defence.
Ein Operator der 30. Brigade steuerte die Drohne. Laut ArmyInform gelang die Evakuierung; der Soldat wird behandelt und rehabilitiert.
Der praktische Vorteil ist klar: Ein Fluggerät muss keinen Weg durch ein Minenfeld nehmen. Laut Interviews von Suspilne mit dem Soldaten und den beteiligten Einheiten erhielt er Anweisungen zum Anschnallen und blieb mit ihnen in Kontakt. Während des Flugs ist kein Arzt dabei. Es entsteht eine zusätzliche Möglichkeit, wo normale Evakuierung scheitert.
Bilder: 92. Brigade via ArmyInform; ArmyInform nennt CC BY 4.0, sofern nicht anders angegeben.
























