Amazon-Forscher testen einen Unitree G1 bei Aufgaben, die in einem Lager anfallen: Kartons aufnehmen, tragen und Türen öffnen. Dabei muss der humanoide Roboter Arme, Beine und Gleichgewicht aufeinander abstimmen. Im Video trägt er einen Karton und duckt sich damit unter einem niedrigen Balken hindurch.
Dahinter steckt FIBER, ein Forschungsprojekt von Amazon FAR, der Carnegie Mellon University und der Stanford University. Die Versuche finden in einer Testumgebung statt. Das Team untersucht, wie eine Steuerung verschiedene Aufgaben verbinden kann. Die Aufnahmen zeigen keinen Roboter, der bereits in einem Amazon-Lager arbeitet.
Die Arme reichen nicht aus
Beim Heben ändern sich Haltung und Gewichtsverteilung. Die FIBER-Projektseite zeigt reale Versuche mit verschieden platzierten Kisten und schweren Türen, gegen die der Roboter sich lehnt. Wegpunkte können ihn mit einer Last durch Ganzkörperbewegungen führen, etwa unter einem Hindernis hindurch.
Einzelne Fähigkeiten werden in Simulation trainiert und in einem gemeinsamen Verhaltensmodell zusammengeführt. Darüber wählt ein Planer Befehle anhand von Tiefeninformationen und Körperzustand. Er plant fünfmal pro Sekunde neu, die untere Steuerung korrigiert fünfzigmal. Die Wahl der nächsten Handlung muss nicht so schnell laufen wie die Balancekorrektur.
Aus einer Fähigkeit wird eine Folge
Der wichtige Schritt verbindet Fortbewegung und Handhabung. Der Roboter passt seine Haltung der Aufgabe an, statt Gehen und Greifen getrennt zu behandeln.
Es bleibt Forschung. Durchschnittlich 42 Prozent Erfolg über drei simulierte Aufgaben sind keine Zuverlässigkeitsangabe für einen Lieferdienst. Die realen Demonstrationen zeigen vielmehr, was möglich wird, wenn ein Humanoide seinen gesamten Körper als koordiniertes System nutzt.

























